Umfangreiche Aufgaben

Dienstherr ist das Land, der Bund, Landkreise sowie Städte, Gemeinden und die Gebäudeversicherung Baden-Württemberg AG. Das von der Straßenbauverwaltung zu unterhaltende überörtliche Straßennetz des Landes (Bundesfernstraßen einschließlich Autobahnen, Landes- und Kreisstraßen) umfasst rund 27.000 km. Der vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg zu betreuende Gebäudebestand des Landes stellt mit rund 8.500 Gebäuden einen Gesamtwert von über 20 Mrd. Euro dar. Vom Landesbetrieb Bund werden rund 6.000 Gebäude des Bundes im Land betreut.

In Baden-Württemberg gibt es Bundeswasserstrassen mit einer Länge von 530 km sowie Wasserläufe in einer Gesamtlänge von fast 40.000 km für deren verkehrssicheren Ausbau und Unterhalt die Wasserwirtschaftsverwaltung verantwortlich zeichnet und die wasserwirtschaftlichen Ordnungsaufgaben übernimmt. Sowohl Straßen- und Wasserwege mit den dazugehörigen Bauwerken, als auch die öffentlichen Gebäude – vom einfachen Verwaltungsbau über das historische Schloss, die Kaserne, bis hin zum Universitätsklinikum  - sind kompetent und nachhaltig zu betreuen.
Die kompetente Beantwortung von Bau -, Immobilien -, ordnungspolitischen, verkehrstechnischen und versicherungstechnischen Fragen erfordert von einer modernen Verwaltung ein hohes Maß an Fachwissen, immer wieder innovative Lösungsansätze und vor allem schnelles, wirtschaftliches Handeln.

Nur mit entsprechenden Verwaltungsstrukturen, mit qualifiziertem und adäquat dotiertem Personal in ausreichendem Umfang ist diese komplexe Aufgabenstellung ökologisch und ökonomisch nachhaltig umsetzbar.

Nicht jeder Politiker ist bereit diese notwendige Vorinvestition für optimale Lösungen zum Wohle der Gemeinschaft zu vertreten.
Die Interessenvertretung der Fachgruppe zielt vorrangig auf den Erhalt der gebündelten Fachkompetenz als dem grundsätzlich wirtschaftlichsten Lösungsansatz für die anstehenden Probleme.
Einen von der Aufgabenstellung losgelösten Personalabbau nach Quotenvorgaben, zugunsten vordergründiger, kurzfristiger Einsparerfolge sowie unwirtschaftliche Kostenumschichtungen durch Privatisierungen lehnt die Fachgruppe GWS ab.

Unter dem Eindruck der schwierigen Finanzlage von Bund, Land und Kommunen, bei Kürzung der Investitionsmittel und sich ändernden Anforderungen, kann ein bedarfsgerechter Umbau der technischen Verwaltungen durchaus angezeigt sein. Ein reines kürzen von Vergütungsansprüchen und die Zerschlagung funktionierender Verwaltungen und damit einhergehend ein unkontrollierter Leistungsabbau wäre jedoch eine gravierende Zukunftsbelastung für Staat und Gesellschaft, die verhindert werden muss.

Straßenbauverwaltung einer kritischen Betrachtung unterzogen

Bundesfernstraßen werden nicht privatisiert