22.01.2018 / Günter Wernz

Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungskräfte nimmt immer mehr zu

Foto @ Berufsfeuerwehr Mannheim

„So kann es nicht weitergehen!“, so der BTBkomba Fachbereichsleiter Feuerwehr Baden-Württemberg, Günter Wernz. Ein erschreckender Trend zeichnet sich ab. Die Liste der Gewalttaten gegenüber Rettungskräften wird immer länger. Dabei bleibt es oft nicht bei Pöbeln, Beschimpfungen, Bespucken. Auch gewaltsam werden Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert.

„Es ist einfach nicht mehr so wie früher.“, sagt der Fachbereichsleiter. „Früher hatte man vor der Polizei noch Respekt doch dieser ist gänzlich weggebrochen.

Feuerwehrleute und Rettungskräfte wurden früher von Passanten bei ihren Einsätzen unterstützt. Heute wird nur noch das Handy gezückt um schnellstens ein Foto auf irgendeinem Portal, ob z. B. auf Facebook, Twitter, Instagram oder ein anderes Portal, online stellen zu können. Je schrecklicher das Foto, umso mehr Lob handeln sich diese dafür ein. Dabei ist es den Leuten egal ob sie die Rettungskräfte behindern und somit gar riskieren, dass die zu rettenden Personen dadurch noch größeren Schaden erleiden.“

Abschreckend gegen solche Personen wirken nur Strafen, so Wernz. Wer Retter behindert, angreift oder auch nur gafft muss bereits jetzt mit Bußgeldern rechnen. Zwar wurden die Gesetze etwas verschärft, aber das reicht leider nicht aus, denn diese müssen auch angewendet werden, so der Fachbereichsleiter. Aus unserer Sicht wäre es wünschenswert, wenn die Polizei härter an Einsatzstellen durchgreifen würde. Zwar reagiert die Polizei und entfernt die betreffenden Leute und stellt sie zur Seite. Doch es dauert nicht lange bis diese wieder an „vorderster Front“ erscheinen um weiter ihre Fotos zu schießen.

Dies aber ist auch die Folge des Personalmangels bei der Polizei, welche sich außer Stande sieht gegen Filmer oder Gewalttätige Beweise vor Ort sammeln zu können um diese einem Strafverfahren zuzuführen.

An dieser Stelle möchte der Fachbereichsleiter Feuerwehr Baden-Württemberg, Günter Wernz, der selbst bei der Berufsfeuerwehr Mannheim tätig war, allen Rettungskräften danken: „Trotz Gewalttaten und Beleidigungen gegen die Retter seid ihr immer noch bereit euch für das Wohl Anderer einzusetzen um deren Leben oder Gesundheit zu erhalten. Daher zolle ich euch großen Respekt und wünsche allen Rettern, dass sie gesund und ohne Verletzungen von ihren Einsätzen zu ihren Familien zurückkehren können.“

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